Matheunterricht mal ganz anders!

Die polytechnische Schule im österreichischen Leibnitz macht vor wie es gehen kann, denn E-Learning heißt hier das Zauberwort.

Mit virtuellen Übungsprogrammen, Lernpfaden, offenem Lernen, Aufgaben aus dem Berufsleben, Gruppenarbeiten, Erarbeitung eines Unterrichtsthemas durch gezielte Recherche, projektorentiertes Lernen mit Internet und Multimedia wollen die Verantwortlichen zukünftig den Unterricht lebendig gestalten. Außerdem soll die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler weiter gefördert werden. Hierfür wird den Schülern nur noch ein Ziel vorgegeben. Wie der Weg dorthin aussehen soll, entscheiden die Mädchen und Jungen selbst.

„Das flexible Arbeitstempo … Weiterlesen »

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Fussballtrainer Mirko Slomka

Ab sofort werden wir regelmäßig unregelmäßig berühmte Persönlichkeiten vorstellen, die Mathematik studiert, oder einen besonderen Bezug zur Mathematik haben. Als erstes in unserer „Mathe-Promi-Riege“  steht Mirko Slomka, der Cheftrainer des Fußballvereins und Bundesligisten Hannover 96 ein. Mirko Slomka war neben Barbara Meier, Gerit Mittring und Norbert Walter einer der Botschafter für das „Jahr der Mathematik“ 2008. Vor seiner Karriere als Fußballtrainer studierte der gebürtige Hildesheimer Mathematik und Sport auf Lehramt.

Seine Trainerkarriere startet Mirko Slomka 1989 als Trainer der Nachwuchsmannschaften von Hannover 96. In dieser Zeit arbeitete er mit den späteren Nationalspielern Gerald Asamoah, Sebastian Kehl oder Per Mertesacker zusammen. 1999 wechselte Slomka dann zum damaligen Zweitligisten Tennis Borussia Berlin, wo er zunächst als Jugendkoordinator arbeitete. Als TeBe Berlin im darauffolgenden Jahr jedoch die Lizenz entzogen und der Verein in die Regionalliga versetzt wurde, wurde Mirko Slomka zum Cheftrainer ernannt. Durch den Lizenzentzug und die Versetzung des Vereins verließ der überwiegende Teil der Mannschaft den Verein. Der Trainer musste nun binnen kürzester Zeit einen kompletten Kader … Weiterlesen »

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Dyskalkulie – wenn das Rechnen zur Qual wird

Im Kern ein reines Wissensdefizit, handelt es sich bei der Dyskalkulie um eine Entwicklungsstörung.  Betroffenen fehlt das Verständnis für Zahlenverhältnisse, Rechenoperationen, oder Mengen. Unter Dyskalkulie leidende Menschen nutzen zum Rechnen von Aufgaben meist Hilfsmittel wie ihre Finger, sie erkennen offensichtliche Fehler nicht, oder Rechnen an stellen, an denen sich jedes Rechnen erübrigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert in ihrer „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme” (ICD 10) die Rechenstörung als festgeschriebenen Begriff folgendermaßen:

„Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differenzial- und Integralrechnung benötigt werden.” (WHO 2007, Entwicklungsstörung F81.2) … Weiterlesen »

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Müssen deutsche Schulen bald mangels Lehrkräften geschlossen werden?

Eine zentrale Frage, die vielleicht so oder ähnlich im Juni 2009 auf der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin gestellt wurde.

Beim Bildungsgipfel im Oktober 2008 in Dresden hatten die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin Merkel noch zugesagt den Rückgang der Schülerzahlen „insbesondere zur Verbesserung der Bildungsqualität zu nutzen”.

Die Berechnung des Essener Bildungsforschers Prof. Dr. Klaus Klemm zeigen jedoch eine andere Realität auf.

Nach seiner Analyse werden bis 2015 ca. 300.000 Lehrer in Pension gehen. Dem entgegen stehen gerade einmal 130.000 Nachwuchslehrer in den kommenden 5 Jahren.  Bis 2020 werden insgesamt 450.000 Lehrer aus Altersgründen aus dem Schuldienst ausgeschieden sein. Klemm fürchtet bereits jetzt erhebliche Defizite in der Bildungsqualität. Klemm: „Vor allem als Naturwissenschaftler gibt es in der Wirtschaft bessere Verdienstmöglichkeiten.” Daraus resultiert, dass gerade in naturwissenschaftlichen Fächern wie Mathe und Physik der größte Mangel herrscht.

Prof. Klemm fordert eine drastische Verbesserung der Studienbedingungen für Lehramtsstudenten. So machen derzeit ca. 40% der Studierenden eines Lehramts keinen Abschluss, was nicht zuletzt auf mangelnde Beratung zurückzuführen ist. Allein die Halbierung der Abbrecherquote würde jährlich zusätzlich 10.000 Lehrkräfte schaffen.

Es bleibt abzuwarten wie die Politik auf dieses Thema reagieren wird. Denn sollen die Versprechen des Bildungsgipfels 2008 wahr werden, so müssten bis 2015 jährlich 38.000 Lehrer in den Schuldienst eingestellt werden, bis 2020 dann jährlich weitere 32.000.

Quellen:
Bild.de
Derwesten.de

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Mathematikerin Sofja Kowalewskaja

(15.01.1850 - 10.02.1891)

Heute vor 160 Jahre wurde Sofja Kowalewskaja als zweite Tochter eines russischen Generals und seiner 20 Jahre jüngeren Frau in Moskau geboren. Ihre Begeisterung für Mathematik wird schon in jungen Jahren geweckt. Sie lauscht den Gesprächen ihres Onkels und ihres Vaters über mathematische Themen. Bereits mit 12 Jahren liest sie ein Buch ihres Nachbarn, des Physikprofessors Tyrtow. Der Vater verbietet ihr lange Zeit sich mit der Mathematik zu beschäftigen, da sie alle anderen Dinge zu vernachlässigen droht.

Mit 17 Jahren heiratet Sofja den angehenden Paläontologen und Anhänger der Nihilisten, Wladimir Kowalewski. Da Sofja Mathematik studieren möchte , reist das Paar nach Heidelberg. Zu dieser Zeit ist es Frauen jedoch nicht gestattet sich an deutschen Hochschulen einzuschreiben. Nach vielen vergeblichen Vorsprach wird ihr gestattet einzelne Professoren um Erlaubnis zu bitte, ihren Vorlesungen beiwohnen zu dürfen. Schnell erkennen Professoren wie Königsberger, Kirchhoff und Helmholtz Sofjas außerordentliche Begabung.

Auf Empfehlung wechselt Sie nach Berlin um dort das Studium bei Karl Weierstraß fortzusetzten. Da die Berliner Universitätsleitung trotz der Fürsprache von Weierstraß Sofja nicht gestattet dessen Vorlesungen zu besuchen, betreut er Sie privat und unterrichtet sie zweimal wöchentlich. 1875 promoviert Sie  an der Universität Göttingen und erhält in absentia den Doktortitel mit dem Prädikat summa cum laude.

Sofja stürzt in eine Schaffenskriese da ihr viele Jahre das Recht auf wissenschaftliche Arbeit verwehrt wird.  Sie beschäftigt sich einige Jahre gar nicht mit der Mathematik. In dieser Zeit bekommen sie und ihr Ehemann Wladimir eine Tochter. 1883 nimmt sich Wladimir das Leben. Der anfängliche Schock stellt sich als Sofjas Befreiung heraus. Sie kann nun vollkommen selbstständig und eigenmächtig reisen, was zuvor nur mit schriftlicher Zustimmung ihres Mannes möglich war. Sie geht nach Schweden um dort an der neu gegründeten Universität Stockholm als Dozentin zu arbeiten.

1886 erhält sie den Prix Bordin der Französischen Akademie der Wissenschaften. 1889 erhält sie als erste Frau der jüngeren wissenschaftlichen Geschichte eine Professur in Mathematik. Im selben Jahr gewinnt sie den Preis der Schwedischen Akademie und  wird zum Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften ernannt.

Am 10.02.1891 stirbt Sofja Kowaleskaja an einer zu spät behandelten Lungenentzündung.

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Die bettermarks-App bei SchülerVZ

„Eyy, komm mal her, guck dir das mal an!” Mein Bruder schnappt sich meinen Ärmel und zerrt mich vor seinen PC. „Guck mal, ich hab schon zwei Awards und 80.300 Punkte!” Er deutet auf den Bildschirm, grinst mich an und gibt mir zu verstehen: „Ich kann Mathe!”.

Der Kleine ist mal wieder bei SchülerVZ online, aber er scheint etwas Sinnvolles gefunden zu haben, eine App von bettermarks, namens „Das Mathe Duell“.

schuelevz_profil_owner

Was ist eine App bei SchülerVZ?

App´s sind Zusatzfunktionen, die man als SchülerVZ-Mitglied seinem Profil, wie ein Modul, hinzufügen und es damit erweitern kann.

Und was kann die App?

Bettermarks fordert die SchülerVZ-Gemeinde dazu auf sich im Multiplayer-Modus mit Bruchrechenaufgaben zu duellieren, oder den Singleplayer-Modus zu nutzen um die eigenen  mathematischen Kenntnisse zu trainieren. Dabei kann der Spieler jeweils zwischen 3 Schwierigkeitsgraden wählen. Leicht, mittel und schwer stehen zur Verfügung. … Weiterlesen »

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Mehr Bildung in Blogs

Melanie von www.literatenmelu.de hat die Aktion “Mehr Bildung in Blogs” ins Leben gerufen. Die Aktion hat das Ziel mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Bildung zu lenken. Da machen wir natürlich mit und beantworten die Fragen gerne!

1. Woran erinnerst Du Dich, wenn Du an Deine Schulzeit zurückdenkst?
2. Welche Medien hast Du im Unterricht kennengelernt und auch selbst genutzt?
3. Welche Möglichkeiten siehst Du, die Lehrerausbildung zu verbessern?
4. Was hältst Du davon, Blogs, Wikis, Podcasts etc. im Unterricht einzusetzen?
5. Können Online-Angebote die herkömmliche Nachhilfe sinnvoll ergänzen oder sogar ersetzen?

An meine Schulzeit erinnere ich mich zum größten Teil mit Freude! Ich habe mehrere verschiedene Schulen durchlaufen, von der POS, der EOS bis zum Sport-Gymnasium und habe dadurch die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, von denen ich einige noch heute zu meinen besten Freunden zähle. Von den offiziellen Veranstaltungen wie Pioniernachmittagen, Klassenfahrten, Wandertagen, Gruppenratssitzung (als Sportfunktionär) bis hin zu Scheisse bauen, Klassenkeile, Sportfesten, im Nachhinein erinner ich mich vorallem an das Gute! Ich könnte darüber einige Romane schreiben.

Zu meiner Zeit gab es Bücher, vorallem Bücher! Und natürlich die Tafel, die wir in den Pausen immer mit Kreide beschmiert haben. ;) Teilweise aber auch Videos, Kassetten und Kassettenrekorder, Dias, das Radio, den Polylux (heute neumodisch “Overheadprojektor”) und zum Schluss dann auch die ersten Rechner im Computerkabinett. Sehr spannend damals für uns den heiligen Ort zu betreten! Nicht zu vergessen aber auch den Pinsel, Füller und Knete.

Was kann man bei der Lehrerausbildung besser machen? Stellt sich für mich die Frage, sind denn unserer Lehrer schlecht ausgebildet? Grundsätzlich wahrwscheinlich eher nicht. Wichtig wäre es, dass Lehrer auch während der Ausbildung mit neu- und andersartigen Lernmethoden und Lernmaterialien frühzeitig konfrontiert werden. Und natürlich sollen sie auch angehalten werden, kreativ zu sein, gerade im Umgang mit neuen Medien. Das gilt natürlich auch für Weiterbildungen. Auch LehrerInnen die schon laaaange im Schuldienst sind müssen damit umgehen können, wenn sie es denn noch nicht können.

Ich bin grundsätzlich neuen Medien sehr aufgeschlossen. Neben Blogs, Wikis und Podcats gibt es ja sehr spannende Entwicklungen in diesem Bereich. Angefangen mit den Smartbooks, Smartboards, Chats. Da wird es in Zukunft noch Dinge geben, an die wir heut noch garnicht denken können. Aber generell muß das ganze natürlich durchdacht eingesetzt werden. Nur zum kennenlernen oder zum unterhalten der Schüler sinnlos.

Ich glaube, dass internetbasiertes Lernen generell das Bildungsniveau anheben wird. Egal ob mit Nachhilfe oder ohne. In Deutschland entstehen gerade Online-Lernsysteme welche an den Lehrplänen den Bundesländer ausgerichtet sind. Sie bieten die Möglichkeit ,das Lernen in der Schule mit dem Lernen zu Hause, oder bei der Nachhilfe, zu verknüpfen. Von daher ergänzen sie sich eher. Entscheidend für den Fortschritt aber ist das Bildungssystem, welches neuartigen Lernsystemen und innovativen Entwicklungen Raum geben muss, sich zu entwicklen und zu entfalten.

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Vom Kind zum Mathegenie

Singapur macht es uns vor. Kaum ein anderes Land der Erde investiert so viel Geld in die Bildung und Erziehung ihrer Kinder,  wie der kleine Inselstaat in Asien. Ausgaben die sich offensichtlich lohnen. So belegt Singapur, im weltweiten McKinsey Schulranking, zusammen mit Südkorea einen besonders guten Platz.

Nach der letzten „TIMMS“-Untersuchung, bei der Mathematik- und Wissenschaftsunterricht in 49 Ländern mit einander verglichen werden, belegt Singapur nun sogar den zweiten Platz. Das sah vor wenigen Jahrzehnten noch ganz anders aus. Die Politik des kleinen Landes setzt auf seine wohl wichtigste Ressource - den Kopf der heranwachsenden Generationen. So erhalten derzeit alle vor 1997 erbauten Lernstätten, bis zu 12.5 Millionen Euro um sich aufzurüsten und die Kinder dort zu treffen und ihr Interesse zu wecken wo sie aufwachsen - im digitalen Zeitalter.

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Mathematik und Wahrsagen

Gewinnt die CDU auch die Nächsten Bundestagswahlen? Wird Frau Merkel wieder Kanzlerin? Bleibt Guido Westerwelle auch in der nächten Legislaturperiode deutscher Außenminister? Alles Fragen die uns heute wohl nur Wahrsager mit einer Kristallkugel beantworten könnte.

Aber was hat Wahrsagen eigentlich mit Mathe zu tun? Nicht viel würde man meinen! Jedoch weit gefehlt, den Bruce Bueno de Mesquita ist ein Hellseher, dessen Kristallkugel die angewandte Mathematik ist. Der Politikwissenschaftler der New York Universität, beschäftigt sich mit sogenannten Spieltheorien. Anhand dieser Zahlenmodelle ist es Bueno de Mesquita möglich, sehr genaue Vorhersagen zu treffen. So errechnete er in den 80er Jahren die Nachfolge des verstorbenen, geistigen Führers des Iran, Ayatollah Chomeini und dass bereits fünf Jahre vor dessen Tod. Äußerst präzise auch seine Vorhersage zum wahrscheinlichen Rücktritt des pakistanischen Präsidenten, Perves Musharraf 2008. Bruce Bueno de Mesquita lag auf den Monat genau richtig. Stellt sich die Frage, wie es Herr Bueno de Mesquita schafft, angewandte Mathematik auf das Thema Außenpolitik zu übertragen. Spieltheorie beschäftigt sich mit Konkurrenzverhalten und Mensch, die versuchen ihre eigenen Interessen durchzusetzen. … Weiterlesen »

[Post to Twitter] Tweet this Post 

Online lernen wird relevant

Das Thema Online lernen ist das “Now Big Thing”! An jeder Ecke des WWW entstehen neue Angebote. Seien es nun innovative Online-Lernsysteme, Lernplattformen oder neuartige Lernsoftware. Aber nur in wenigen Schulen und Lerneinrichtungen Deutschlands werden bislang diese Technologien eingesetzt. In der letzten Woche gab es einen interessanten Artikel im Focus dazu, der unter anderem einige Beispiel aus Kalifonien anführt. Nicht nur das der US-Bundesstaat bei der Umstellung von Papier auf elektronische Medien jährlich 400 Millionen US-Dollar einsparen würde. Auch die Politik bereitet einen großen Umschwung vor. Bereits im Juni diesen Jahres hat Gouverneur Schwarzenegger eine radikale Schulreform angekündigt. Unabhängig davon das Lehrbücher dort ca. 6 Jahre halten müssen, beinhalten sie zum Beispiel in Geschichte nicht die aktuellen Entwicklungen der jüngsten amerikanischen Geschichte. In einigen Schulen arbeiten nun bereits 2jährige mit Lernsoftware an ihren Laptops, mit Blackboard - virtuellen Tafeln mit integrierten Blogs und Podcasts, mit iMacs oder mit iPod-Touch. Die Vorteile von Online-Lernsystemen sind vielfältig. Einerseits kann sich die Software auf den Leistungsstand des Schülers einstellen, Übungen können mit unterschiedlichen Variablen tausendfach wiederholt werden, Tests können darüber abgewickelt werden. Und andererseits bieten Lernprogramme auch für Lehrer Arbeitserleichterungen, zum Beispiel bei der Erstellung und Überprüfung von Aufgaben, an. Und nicht zuletzt macht das Lernen mit einem Rechner viel mehr Spaß, als das stumpfe Schreiben mit einem Füller wie vor hundert Jahren.

dpa und IQon 2010

Die deutsche Presseagentur dpa hat ebenfalls die Zeichen der Zeit erkannt und hat mit einem Webseitenbetreiber Namens Conciety eine Lernplattform im Internet für Schüler und Lehrer gestartet. Der Name der Lernplattform lautet: IQon 2010 - in Verbindung mit IQon Nachrichten und IQon Lexikon. Noch ist nicht viel zu sehen und eine Schullizenz wird um die 2.000 € kosten. Aber der erste Schritt ist jedenfalls getan. Mit Sicherheit werden weitere folgen.

In einem Vortrag anlässlich der Kampagne “Stark durch Erziehung” hat Prof. Dr. Jürgen Oelkers, einer der z.Zt. renommiertesten Pädagogen Deutschlands, Anfang November in Basel passende Worte gefunden, welche ich abschließend zum Beitrag unkommentiert wiedergebe.

“Als Unterricht gilt nur das von der Lehrkraft angeregte oder gesteuerte Lehren und Lernen, das mit einem bestimmten Unterrichtsdeputat erfasst wird und schon von daher strukturbewahrend wirkt. Auf der anderen Seite ist der Einsatz von Plattformen eine der wenigen Möglichkeiten, Heterogenität unmittelbar und wirksam zu bearbeiten. Wenn die Schülerinnen und Schüler nach eigenem Lerntempo arbeiten und durch fortgesetzte Rückmeldung den Fortgang ihrer Arbeit kontrollieren können, entsteht eine grundlegend andere Situation als im klassenbezogenen Unterricht. Von dieser Form profitieren auch und gerade die Leistungsschwächeren, die unbehelligt von den Stärkeren Aufgaben bearbeiten und sich Leistungszielen nähern können, die für sie erreichbar sind.”

Update 01.12.09: Passend zum Beitrag erschien heute im Tagesspiegel ein Artikel, dass auch in Deutschland einige sehr gute Beispiele existieren. So arbeitet die Heinz-Galinski-Schule in Berlin ebenfalls mit Whiteboards, Classmates-PCs (spezielle Laptops für Schüler) und einer Dropbox (ein virtueller Ordner, mit Zugang auch für die Eltern). Zum Artikel

[Post to Twitter] Tweet this Post