Der Turm von Hanoi

Ich bin heute auf ein für mich unbekanntes mathematischen Rätsel gestoßen – “Der Turm von Hanoi”. Man nehme drei Stäbe, setze auf die Stäbe 64 goldene, gelochte Scheiben, welche einen Turm bilden und aufsteigend von unten nach oben in Ihrem Umfang immer kleiner werden, und versetze in der kürzesten Zeit die goldenen Scheiben, von der einen Seite auf die andere. Allerdings ist folgende Regel dabei zu berücksichtigen – es darf nie eine größere auf einer kleineren Scheibe liegen. Ausgedacht hat sich das mathematische Spiel der französische Zahlentheoretiker Édouard Lucas im November 1883! Anscheinend ist das ganze mehr als nur eine mathematische Spielerei, denn es treffen sich seit Jahren Experten, um über die Lösungen zu sprechen, wenn man zum Beispiel 4 Stäbe als Basis nimmt. Zuletzt traf sich im Februar eine Runde in Paris zur Veranstaltung: „La Tour d´Hanoï, un casse-tête mathématique d´Édouard Lucas (1842-1891)“. Sind drei Stangen die Ausgangsbasis für das Spiel und benötigt man für einen Zug etwa eine Sekunde, so kommt man laut ermittelter Minimalzahl an Zügen auf fünf Milliarden Jahrhunderte Stapelarbeit. So viel Zeit wäre notwendig, um den Turm regelkonform von ganz links nach ganz rechts zu versetzen. Unglaublich!

Das ganze ist natürlich mit einer Anekdote verbunden. Ursprünglich wurde diese Aufgabe indischen Mönchen gestellt. Wenn Sie fertig damit sind, ist das Ende der Welt gekommen. Da kann man nur hoffen, das sie nie fertig werden.

via LMU

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4 Kommentar(e) wurde(n) abgegeben (Weiteren Komentar abgeben)

  1. Hi Florian, klar gerne! Nimm das Thema ruhig mit auf. Vielleicht hast Du ja auch noch mehr solcher kuriosen Dinge im Gepäck, so dass ich dann darüber auch berichten kann. Ich lass mich gerne inspirieren! Grüße Norman

    2. mathegenius on Mai 26th, 2009 at 15:25:25.000000
  2. Auch ich kenne es eigentlich mit viel weniger Scheiben. Das erste Mal habe ich es mit dreien gesehen, dann aber auch mit fünf, sieben oder 12.

    Zunächst ist es (für genügend viele Scheiben, 12 reichen auf alle Fälle!) wirklich nicht ganz einfach.
    Wenn man aber einmal das Prinzip erkannt hat, lässt sich das Problem ganz einfach für beliebig viele Scheiben lösen.
    Stichwort: Rekursion.

    So kann man dann auch eine einfache Rekursion finden, mit der sich die Anzahl der Schritte, die bei n Scheiben benötigt werden, ermitteln lässt.

    Wenn Du nichts dagegen hast, werde ich demnächst mal über diese Dinge bloggen; danke für Die tolle Idee ;)

    3. Florian on Mai 26th, 2009 at 08:53:10.000000
  3. Wir haben das mal im Matheunterricht gespielt, allerdings mit viel weniger Scheiben.

    Wie viele weiß ich nicht mehr genau, war aber sehr unterhaltsam.

    5. Simon on Mai 12th, 2009 at 20:05:21.000000
  4. Ein tolles Spiel, das ich bisher nur mit sehr wenigen Scheiben kannte und dort bereits einige zur Verzweiflung führt :D
    Und der Fakt, dass man so enorm lange brauchen würde – Wahnsinn!

    6. Hannes Christiansen on Mai 12th, 2009 at 17:55:27.000000

2 Trackbacks

  1. von Turm von Hanoi « Flos Mathe-Blog on 28. Mai 2009 at 22:02:39.000000

    [...] zum Turm von Hanoi anstellen und vorführen. Wer die Legende noch nicht kennt, sollte sich diesen Artikel (von mathegenius) ansehen. Etwas verallgemeinert werde ich in diesem Artikel Überlegungen für [...]

  2. von 64 » Matheblog on 13. Mai 2009 at 11:24:50.000000

    [...] haben wir ja über den Turm von Hanoi gesprochen. Die Mönche hatten dabei ja die Aufgabe 64 Scheiben von links nach rechts zu bewegen. [...]

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