Wir hatten ja bereits in einem unserer letzten Artikel gemutmaßt, dass Perelman seinen Preis ausschlägt. Jetzt hat er es getan! Der russische Mathematiker schlägt den Milleniumspreis aus. Er sollte für seine Lösung des Jahrhundert-Problems durch das US-amerikanischen Clay-Instituts ausgezeichnet werden. Grigori bewies bereits im Jahre 2002 die von Henri Poincaré aufgestellte Poincaré-Vermutung. An dieser Vermutung haben sich viele große Mathematiker ihren Kopf zerbrochen.
Laut Grigori sei die Auszeichnung ungerecht vergeben worden. Man habe beispielsweise dem Beitrag des US-Amerikaners Richard Hamilton zur Klärung der Poincaré-Vermutung keine Beachtung geschenkt. Sein Anteil an der Lösung des Problems sei “um kein bisschen geringer als meiner”. “Der Hauptgrund ist, kurz gesagt, meine Unzufriedenheit mit der Organisation der mathematischen Gesellschaft. Mir gefallen deren Entscheidungen nicht, ich halte sie für ungerecht”, erklärte der 44-Jährige gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Er hatte diese Entscheidung lange nachgedacht. Nun überlegen die Verantwortlichen des Clay Institutes, wie mit dem ausgeschlagenen Geld verfahren wird. Bis zum Herbst soll darüber entschieden werden. Es soll laut Angaben des Clay Institutes der Matheentwicklung zu Gute kommen.
Der Russe hat in der Zwischenzeit die Mathematik aufgegeben und lebt weiterhin zurückgezogen mit seiner Mutter in seinem Wohnort in der Nähe von St. Petersburg in ärmlichen Verhältnissen.
via Spiegel-Online
Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Mit dem Matheblog.de RSS feed immer auf dem neuesten Stand!























