Stiftung Rechnen fördert Mathe-Kompetenz

Mathematik endet nicht mit dem Schulabschluss, sie begleitet Menschen durch das Leben. Deshalb hat sich die vor zwei Jahren gegründete Stiftung Rechnen das Motto „Mehr Freude am Rechnen haben“ auf die Fahnen geschrieben.

„Für viele Schüler ist Mathematik ein Angst- oder Frustfach, und Versäumnisse aus früheren Klassen holen sie immer wieder ein. Wer etwa eine Aufgabe in der 8. Klasse nicht versteht, hat Jahre vorher etwas verpasst. Wir wollen Kindern und Jugendlichen einen freudvollen Zugang zur Mathematik ermöglichen, damit ihre Entwicklung gar nicht erst von Frust geprägt ist“, sagt Johannes Friedemann, Geschäftsführer der Stiftung. Denn es gebe Defizite in der mathematischen Bildung hierzulande, das bestätigten Pisa- und andere Studien.

Wer rechnen kann, ist klar im Vorteil: „Rechnen ist wie Lesen und Schreiben eine elementare Kulturtechnik. Obwohl das den meisten Menschen bewusst ist, gibt es gegenüber dem Rechnen immer noch viele Hemmschwellen“, sagt Thorsten Reitmeyer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rechnen. Die Stiftung wolle es schaffen, diese abzubauen – und setzt insbesondere auf die Vermittlung von Finanzwissen.

Eines ihrer wichtigsten Projekte  ist das mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung veranstaltete Programm „Mathe.Forscher“, in dem Schüler die Mathematik als Kultur- und Alltagsphänomen erkunden. Wie wird beispielsweise Musik zu mp3-Formaten komprimiert? Wie werden E-Mails verschlüsselt? Wie arbeiten Internet-Suchmaschinen? Derzeit läuft das Programm an Schulen in Hamburg, Bremen und Hannover. Förderer ist die PwC-Stiftung.

Auch der Online-Rechenwettbewerb „Mathe macht das Tor“  für Fünft- bis Siebtklässler liegt dem Stiftung Rechnen- Geschäftsführer Friedemann am Herzen. Durchgeführt wird er gemeinsam mit dem Online-Mathetrainer bettermarks, der 2008 von ImmoScout24-Gründer Arndt Kwiatkowski ins Leben gerufen wurde und mit dem Kinder ihre Leistungen in Mathe verbessern sollen, indem ihnen Spaß am Rechnen vermittelt wird.

Bei „Mathe macht das Tor” treten Klassen aller Schulformen und Bundesländer in einem Rechenwettbewerb gegeneinander an. Die besten Teams gewinnen Unterrichtsstunden in Mathematik und Sport mit Fußballprofis aus der Bundesliga beziehungsweise Nationalmannschaft. So haben Marcell Jansen, Nuri Sahin und Holger Badstuber das Projekt 2010 unterstützt. Friedemann: „Das Projekt hat einen sportlichen Charakter und vermittelt den Schülern Erfolgserlebnisse.“ Dazu komme ein Vorbildeffekt à la „Wenn Marcell Jansen Mathe wichtig findet, finde ich das auch wichtig.“

Der nächste Mathewettbewerb findet im April 2012 statt. Infos unter http://www.mathe-macht-das-tor.de/

Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, ist Schirmherrin der 2009 gegründeten Stiftung Rechnen. Gründungsstifterinnen sind die comdirekt bank AG sowie der Börse Stuttgart AG. Die Stiftung finanziert sich hauptsächlich über Spenden.

Quelle: http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13683394/Gute-Rechner-haben-bessere-Chancen.html

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Mit dem Matheblog.de RSS feed immer auf dem neuesten Stand!

-->

Kommentar abgeben

Deine eMail wird niemals veröffenlicht. Erforderliche Felder sind mit einem * markiert

*
*