Randomisieren

Randomisieren ist ein wichtiges Vergleichsmittel in der beurteilenden Statistik, um der Gefahr zu entgehen “der Glaube versetzt Berge”.

Wie plant man Experimente, so dass man aus den Ergebnissen sinnvolle Schlüsse ziehen kann?

Als Paradigma betrachten wir das medizinische Experiment. Es soll die Wirkung einer neuen Behandlung bestimmt werden, z.B. eines neuen Heilmittels.

1. Kontrolliertes Experiment:

Die Wirkung einer Behandlung kann man nur durch Vergleich beurteilen. Man benötigt eine Versuchsgruppe V, die die Behandlung bekommt und eine Kontrollgruppe K, welche die Behandlung nicht bekommt.

2. Randomisiertes kontrolliertes Experiment

Der einzige Unterschied zwischen V und K darf nur in der Art der Behandlung sein. Gibt es noch andere Unterschiede, dann vermengt sich die Wirkung der Behandlung mit der Wirkung anderer Faktoren und die beobachteten Unterschiede in der Wirkung könnten zum Teil von diesen anderen Faktoren herrühren. Es gibt nur eine sichere Methode , die Gruppen V und K gleichwertig zu machen. Sie heißt Randomisieren. Die Aufteilung von V und K muss vom Zufall gesteuert werden. Diese revolutionäre Idee von Fischer hat sich heute gegen heftigen Widerstand fast allgemein durchgesetzt.

3. Blindes randomisiertes kontrolliertes Experiment

Eine Versuchsperson darf nicht wissen, ob sie zu V oder zu K gehört. Daher muss jede Person aus K eine Placebo-Behandlung bekommen, die wirkungslos ist, aber von der neuen Behandlung nicht unterscheidbar ist. Damit wird sichergestellt, dass die beobachtete Wirkung von der Behandlung kommt und nicht durch Einbildung zustande kommt. Der Glaube kann heilen!

4. Doppeltblindes randomisiertes kontrolliertes Experiment

Auch der Arzt, der die Wirkung der Behandlung misst, darf nicht wissen, ob eine Versuchsperson zu V oder zu K gehört, Sonst könnte seine Diagnose unbewusst beeinflusst werden.

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