Laut einer US-Studie genügt bereits ein einziges Schuljahr, um den Mädchen einer Schulklasse den Irrglauben zu vermitteln, sie seien von Natur aus schlecht in Mathematik. Verantwortlich für die Ängste, die den Mädchen eingeimpft werden, sind Lehrerinnen, die selbst ihre Probleme mit dem Fach Mathematik hatten und haben.
Die Untersuchung des US-Forscher-Teams rund um den Wissenschaftler Sian L. Beilock der Universität von Chicago erbrachten, dass in den 17 Klassen, in denen Lehrerinnen Mathematik unterrichteten, die Mädchen das vermittelte stereotype Denken übernahmen und tatsächlich schwächere Leistungen in Mathematik erbrachten. Die Jungen der Schulklassen blieben davon unbeeinflusst.
Inwieweit sich die Ängste der Mathelehrerinnen auf die Schülerinnen übertragen haben, wurde zu Beginn und zum Ende des Schuljahres untersucht. Hierfür mussten sich die Schüler Tests unterziehen. Dabei wurde ermittelt, dass Mädchen, die sich den Vorurteilen angeschlossen hatten, schlechtere Rechenergebnisse erzielten, als ihre unbeeinflussten Klassenkameradinnen und -kameraden.
Im Gegensatz zum deutschen Schulsystem, behalten US-Amerikanische Schüler ihrer Lehrer immer nur ein Schuljahr. Da fragen wir uns doch, was es wohl für Auswirkungen geben muss, wenn Mädchen während ihrer gesamten Grundschulzeit von einer ängstlichen Mathelehrerin unterrichtet werden?
Via ORF.at
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