Forscher aus Frankreich haben nachgewiesen, dass Menschen beim Addieren nach rechts schauen. Das passiert natürlich im Unterbewußtsein und ohne die Augen dabei zu bewegen. Und beim subtrahieren schauen wir nach links.
Das menschliche Gehirn orientiert sich beim Addieren offenbar an einem Zahlenstrahl: Er beginnt mit dem Wert Null und von dort ausgehend steigen die Zahlen an. In westlichen Kulturkreisen wird ein solcher Zahlenstrahl von links nach rechts gelesen. Das heißt, je höher die Werte sind, desto weiter rechts sind sie auf dem Strahl angeordnet. Die Wissenschaftler von der Université Paris-Sud in Gif-sur-Yvette konnte das durch ein medizinisches bildgebendes Verfahren erkennen. Sie ließen Probanden nach links und nach rechts schauen und nahmen mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie dabei Bilder der aktiv werdenden Hirnregionen auf. Die entstandenen Bilder wurden von einer Software anschließend ausgewertet. Das Programm lernte anhand der Hirnaktivitäten zu unterscheiden, in welche Richtung die Versuchsteilnehmer geblickt haben.
Anschliessend mußten die Teilnehmer der Studie ihre Augen geradeaus halten und im Kopf Rechenaufgaben lösen – Addition und Subtraktion. Es hat sich anhand der Aktivierungsmuster der Hirnregionen ablesen lassen, dass das Gehirn trotz der starren Blickrichtung beim Addieren nach rechts „blickt“ und beim Subtrahieren nach links.
via Focus
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